Batteriesysteme sind ein wichtiger Bestandteil vieler moderner Gebäude und Anlagen und werden für Notstromversorgung, USV-Systeme, Energiespeicherung und andere technische Anwendungen eingesetzt. Sie dürfen jedoch nicht beliebig installiert werden. Gemäß den Anforderungen der Norm P118/1-2025 sind Batterien grundsätzlich in speziell dafür vorgesehenen Räumen zu installieren. Bestimmte Arten geschlossener Batterien können auch an anderen Orten zulässig sein, jedoch nur unter Einhaltung strenger Anforderungen hinsichtlich Belüftung, Brandschutz, Zugänglichkeit und Sicherheit während des Ladevorgangs.
Aus technischer Sicht müssen Batterieräume so gestaltet sein, dass das Risiko von Überhitzung, Gasansammlungen, Funkenbildung oder Brandausbreitung reduziert wird. Zwischen den Batteriereihen und zu den Wänden müssen ausreichende Abstände eingehalten werden, um Luftzirkulation und Wartungszugang zu gewährleisten. Darüber hinaus müssen Zugangswege so dimensioniert sein, dass Eingriffe und Wartungsarbeiten sicher durchgeführt werden können. In der Nähe der Batterien dürfen keine Geräte installiert werden, die Funken, Glühstellen oder andere Zündquellen erzeugen können. Gleichzeitig muss die relative Luftfeuchtigkeit innerhalb geeigneter Grenzen gehalten werden, ohne Kondensationsbildung.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Lithium-Ionen-Batterien, die zunehmend in modernen Energiespeicheranwendungen eingesetzt werden. Diese können bei Beschädigung, Überladung, internen Defekten oder hohen Temperaturen spezifische Risiken darstellen. Daher legt die Norm klare Anforderungen für die Lagerung fest, darunter Begrenzungen der Lagerfläche, der Stapelhöhe sowie die Einrichtung von Trennwegen zwischen Lagerbereichen, insbesondere in durch Sprinkleranlagen geschützten Räumen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine schnelle Brandausbreitung zu begrenzen und sichere Einsatzbedingungen zu ermöglichen.
Bei Außencontainern für Lithium-Ionen-Batterien werden die Anforderungen noch wichtiger, da ein Brand nicht nur den Container selbst, sondern auch benachbarte Gebäude, Anlagen oder angrenzende Bereiche beeinträchtigen kann. Deshalb sind Maßnahmen hinsichtlich Feuerwiderstand von Wänden und Türen, Mindestabständen zu benachbarten Bauwerken, geeigneter Trennung sowie der Möglichkeit eines sicheren Notfalleinsatzes erforderlich.
Batteriesysteme bieten Energieeffizienz und technische Flexibilität, müssen jedoch als potenzielle Gefahrenquelle betrachtet werden, die eine sorgfältige Analyse, Planung und geeignete Schutzmaßnahmen erfordert.
