Ein neuer Arbeitsunfall, verursacht durch das Einstürzen eines Erdhanges, lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf die großen Risiken auf Baustellen. Leider treten solche schweren Ereignisse weiterhin auf, wenn Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz nicht korrekt geplant und umgesetzt werden.
Unfälle durch ungeschützte Aushubstellen oder instabile Hänge können bereits in der Planungsphase verhindert werden, indem ein Arbeitsschutzkoordinator (OHS-Koordinator) benannt wird. Dessen Aufgabe ist es, die spezifischen Risiken von Bauarbeiten zu erkennen, wirksame Präventionsmaßnahmen vorzuschlagen und die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen in den Ausführungsplan zu integrieren. Eine korrekte OHS-Koordination reduziert das Unfallrisiko erheblich und schützt das Leben der Arbeiter.
Während der Bauausführung muss der OHS-Koordinator die Baustelle kontinuierlich überwachen und eingreifen, wenn Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, die zu schweren Unfällen oder Todesfällen führen könnten. Das Anhalten der Arbeiten in gefährlichen Situationen ist kein Hindernis, sondern eine notwendige Maßnahme zur Vermeidung von Tragödien. Die Einhaltung der OHS-Gesetzgebung und die tatsächliche Anwendung von Schutzmaßnahmen sind entscheidend für sichere Abläufe.
Jeder Arbeitsunfall ist ein Warnsignal. Prävention, OHS-Koordination und Verantwortungsübernahme sind keine Optionen, sondern verpflichtende Bedingungen für jede Baustelle.
