Koordination von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf der Baustelle – Sicherheit beginnt in der Planungsphase

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf der Baustelle beginnen nicht erst mit dem ersten Arbeitstag, sondern bereits in der Planungsphase. Die Koordination des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in dieser Phase umfasst die Erstellung der entsprechenden Dokumentation, durch die die Verantwortlichkeiten aller an der späteren Ausführung beteiligten Parteien klar festgelegt werden. Der SiGe-Plan wird zu einem Referenzdokument, das dem Vertrag zwischen Planer und Bauherrn beigefügt ist, und dient dazu, Risiken zu vermeiden, noch bevor sie auf der Baustelle auftreten.

Während der Ausführungsphase übernimmt die Koordination des Arbeits- und Gesundheitsschutzes eine aktive und kontinuierliche Rolle. Der in der Planungsphase festgelegte Sicherheitsplan wird umgesetzt und an die tatsächlichen Gegebenheiten der Baustelle angepasst, wobei die allgemeinen Grundsätze der Unfallverhütung in jeder Arbeitsphase angewendet werden. Regelmäßige Baustellenbegehungen ermöglichen die Überprüfung, inwieweit der Generalunternehmer und die Nachunternehmer die Arbeitsschutzmaßnahmen einhalten. Die Ergebnisse werden in Berichten sowie im Koordinationsbuch dokumentiert.

In dieser Phase übermittelt der SiGe-Koordinator gemeinsam mit dem Bauherrn außerdem die Vorankündigung an die zuständige Arbeitsinspektion (ITM) über die an der Ausführung beteiligten Unternehmen, Materiallieferungen, Maschinen und Transporte. Sämtliche aus Sicht des Arbeits- und Gesundheitsschutzes relevanten Ereignisse werden erfasst und dokumentiert, um Nachvollziehbarkeit, Kontrolle und vor allem ein sicheres Arbeitsumfeld für alle Beteiligten zu gewährleisten.