Umsatzsteuer beim Verkauf von Gebäuden und Grundstücken

Laut dem Art. 141, Absatz 2, Punkt “f” vom Gesetz 571/2003 – Steuergesetzbuch, sind Lieferungen von Gebäuden/Gebäudeteilen sowie von bebauten Grundstücken und jedweden anderen Arten von Grundstücken steuerfrei (d.h. dafür ist keine Umsatzsteuer fällig). Eine Ausnahme davon ist, dass die Befreiung nicht für die Lieferung von neuen Gebäuden, neuen Gebäudeteilen oder bebaubaren Grundstücken anwendbar ist. 

Bebaubares Grundstück ist jegliches eingerichtetes oder nicht eingerichtetes Grundstück, auf dem Gebäude rechtmäßig errichtet werden können. Die Qualifizierung eines Grundstücks im Moment seines Verkaufs als bebaubar oder für andere Zwecke nutzbar ergibt sich aus einem Bebauungsplan.

Die Lieferung eines neuen Gebäudes oder eines Teils davon hat als Voraussetzung eine Lieferung, die spätestens bis zum 31. Dezember des folgenden Jahres nach der ersten Inanspruchnahme oder Verwendung des Gebäudes oder ggf. eines Teils davon infolge der Umbauung erfolgt.

Ein neues Gebäude umfasst jegliche umgebaute Errichtung oder Teil einer Errichtung, wenn die Kosten der Umbauung, abzüglich der Umsatzsteuer mindestens 50% vom Marktwert des Gebäudes oder des Gebäudeteils, wie durch Gutachten bestimmt, abzüglich des Grundstückswertes nach der Umbauung erreicht.

Wenn ein Gebäude und das Grundstück, auf dem es errichtet worden ist, eine einzige Grundeinheit ausmachen, die durch eine einzige Katasternummer ausgewiesen wird, dann muss ein selbstständiger Gutachter beauftragt werden, der einen Gutachterbericht erstellen soll. In dieser Hinsicht können Sie in einem der folgenden Fälle sich befinden:

–  der Status des Gebäudes wird gleich dem Status des Grundstücks sein, wo es errichtet wird, wenn der Wert des Ersteren niedriger als den Wert des Grundstücks ist;

–  der Status des Grundstücks, wo das Gebäude errichtet worden ist, wird gleich dem Status des Gebäudes sein, wenn der Wert des Ersteren niedriger als den Wert des Gebäudes ist; oder

–  wenn das Grundstück und das Gebäude gleichwertig sind, dann wird ihr grundbezogenen Status abhängig von der Immobilie mit der größten Fläche bestimmt. Im Fall des Gebäudes wird die Nettogrundfläche berücksichtigt.

Wenn die im Art. 141 beschriebene Befreiung gemäß Art. 149, Absatz 2, Punkt „a“, Absatz 2 angewandt wird, muss die betroffene Gesellschaft die Vorsteuerhöhe, die am Datum der Anschaffung von Gebäuden und entsprechenden Grundstücken abgezogen worden ist, sowie den Vorsteuerwert entsprechend der ausgeführten Modernisierungen berichtigen.

Der Betrag der berichtigten Vorsteuer muss an die Steuerbehörde bis zum 25. des Folgemonats im Nachhinein für den Monat entrichtet werden, als den Verkauf erfolgt hat.

Wir möchten Ihnen auch das zur Kenntnis bringen, dass die Gesellschaft nicht verpflichtet ist, die Umsatzsteuerbefreiung für die Lieferung einer Immobilie, bzw. einer Liegenschaft oder eines Teils davon, anzuwenden. Jegliche steuerpflichtige Person darf doch die Besteuerung solcher Geschäfte wählen, aufgrund einer Bekanntgabe an die zuständige Steuerbehörde, wo die Immobilien, für welche die Anwendung der Umsatzsteuer gewünscht wird, angegeben werden müssen.

Wenn die Abrechnung aller Güter samt Umsatzsteuer beschlossen wird, ist die Gesellschaft nicht mehr verpflichtet, die oben genannte Vorsteuer zu berichtigen.

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