Mini One Stop Shop (MOSS) – Steuer- und Buchhaltungsregelungen

Der Umsatzsteuerstatus ändert ab dem 1. Januar 2015 für elektronische Dienstleistungen, die von umsatzsteuerpflichtigen Steuerzahlern gemäß dem Art. 153 vom Steuergesetzbuch an natürliche / nicht steuerpflichtige Personen aus der EU erbracht werden.

Wenn bis jetzt die Rechnungen samt rumänischer Umsatzsteuer von 24% ausgestellt worden sind, müssen Rechnungen ab dem 1. Januar 2015 samt dem Umsatzsteuersatz des Leistungsempfängers, bzw. vom Empfangsmitgliedstaat ausgestellt werden, erstellt werden.

Damit solche Geschäfte angemeldet werden können, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Eintragung für Umsatzsteuerzwecke in jedem einzelnen Staat und Vorlage der Steueranmeldungen vor Ort.
  2. Eintragung beim Nationalen Finanzamt in M1SS (Mini One Stop Shop) und vierteljährliche Vorlage der Umsatzsteueranmeldungen auf dieser Webseite. Die Umsatzsteuer wird in einem Sonderkonto gezahlt, wo sie zu den betroffenen Ländern überwiesen wird.

Mit Rücksicht darauf, dass die erste Option schwieriger zu verwirklichen ist, dann bleibt die zweite einsatzfähig, jene der Eintragung im System Mini One Stop Shop (M1SS).

Das System ist eine Vereinfachungsmaßnahme infolge der Änderung der Umsatzsteuerregelungen in solcher Hinsicht, dass die Lieferung im Mitgliedstaat des Kunden und nicht im Mitgliedstaat des Lieferanten stattfindet, was eine Vermeidung der Anmeldung in jedem Empfangsmitgliedstaat ermöglicht.

Für die Eintragung im System M1SS ist es eine Bescheinigung des Vorhandenseins einer digitalen Signatur erforderlich, jene, die auch zur elektronischen Vorlage der anderen Steuerbescheinigungen erforderlich ist. Die Eintragung erfolgt auf der Webseite des Nationalen Finanzministeriums an der Adresse www.anaf.ro.

Rechnungen müssen mit dem Umsatzsteuersatz vom Staat des Leistungsempfängers, der eine natürliche / nicht steuerpflichtige Person ist, ausgestellt werden, wobei die Buchungen wie folgt erfolgen müssen:

4111 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen = 707 Erlöse aus Warenverkauf

4427 Erhaltene Umsatzsteuer

Die erhaltene Umsatzsteuer wird durch das Konto 447 ausgeglichen, da die Steuer in den Empfänger-Mitgliedstaaten und nicht in Rumänien geschuldet wird:

4427 Erhaltene Umsatzsteuer = 447 Gebühren und ähnliche Beträge für Spezialfonds

Durch die Zahlung wird das Konto 447 saldiert:

447 Gebühren und ähnliche Beträge für Spezialfonds = 5124 Bankguthaben in Devisen

Das Anmeldungsformular 399 muss vierteljährlich bis zum 20. im Nachhinein für das vorangegangene Quartal ausgefüllt werden. Der Titel des Formulars lautet “Sonderumsatzsteueranmeldung laut dem Steuergesetzbuch, Art. 152.4, Absatz (7) und 152.5 Absatz (6)” und das Formular kann von der Adresse https://static.anaf.ro/static/10/Anaf/Declaratii_R/399.html heruntergeladen werden. Die Anmeldung 399 wird auch dann vorgelegt werden, wenn im jeweiligen Quartal keine Geschäfte ausgeführt worden sind und keine Beträge zu erklären sind.

Die Anmeldung 399 wird in EUR ausgefüllt, kumuliert für jeden Empfängerstaat, wobei der jeweilige Empfängerstaat sowie der Umsatzsteuersatz, die Besteuerungsgrundlage und der Umsatzsteuerbetrag erwähnt werden muss. Nach einer fehlerfreien Validierung erfolgt auch die elektronische Vorlage auf der Webseite des Nationalen Finanzamtes. In der Mitteilung, die nach der Vorlage erhalten worden ist, wird eine Alleinreferenznummer (vom Typ RO/RO Steuergesetzbuch Qn. 2015) erwähnt, die auf dem Zahlungsauftrag angegeben werden muss.

Die Zahlung erfolgt in EUR bis zum 20. im Nachhinein für das vorangegangene Quartal, zum Bankkonto, das auch in der Mitteilung angegeben wird.

Damit solche Geschäfte eingetragen werden können, muss die steuerpflichtige Person, die im Empfängermitgliedstaat nicht ansässig ist, einen Bericht über die Dienstleistungen, die solchen Sonderbedingungen unterliegen, vorlegen. Der Bericht muss ausführlich genug sein, damit die zuständigen Steuerbehörden aus den Empfängermitgliedstaaten bestimmen können, ob die vorgenannte Umsatzsteueranmeldung richtig ist. Solche Eintragungen werden elektronisch zur Verfügung gestellt, auf Anfrage der zuständigen Steuerbehörde, sowie der Empfängermitgliedstaaten. Die nicht ansässige steuerpflichtige Person muss solche Eintragungen für eine Dauer von 10 Jahren seit dem Abschluss des Jahres, als Dienstleistungen erbracht worden sind, aufbewahren.

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