Buchhaltungsmonographie betreffend die Verteilung des Überschusses/Gewinns einer Nichtregierungsorganisation

Der Verein “Rettet die Wälder” ist eine Nichtregierungsorganisation, gegründet im Einklang mit dem Regierungserlass Nr. 26/2000 betreffend Vereine und Stiftungen. Damit sie Erträge erzielen kann, beschäftigt sich der Verein mit dem Verkauf von Werbematerialien. Die Erträge aus dieser Tätigkeit sind geschäftlichen Erträgen, die Gewinnsteuerpflichtig sind. Im Jahr 2014 hat der Verein einen Überschuss in Höhe von 1.000 RON erzielt.

Ist der Verein verpflichtet, gesetzliche Rücklagen zu bilden? Darf die Organisation Dividenden ausschütten?

Der gesetzliche Rahmen von Regelungen, die für die Buchführung einer Nichtregierungsorganisation gelten, ist durch die Verordnung des Ministers der Öffentlichen Finanzen Nr. 1969/2007 bestimmt. Laut dem Punkt 183 aus dieser Verordnung müssen gesetzliche Rücklagen jährlich aus dem Überschuss / Gewinn der Organisation gebildet werden, unter den Höhen und Grenzen, die gesetzlich bestimmt sind.

Vom Standpunkt der buchhalterischen Eintragungen, müssen Rücklagenbeträge, die aus dem Überschuss / Gewinn des laufenden Geschäftsjahres gebildet worden sind, laut dem Punkt 191, Absatz (4) aus der Verordnung, durch den Buchhaltungsartikel gebucht:

129 ”Gewinnverteilung” = 106 “Rücklagen”

Der Überschuss / Buchgewinn, der nach der Verteilung übrig geblieben ist, wird im Nachhinein für das Geschäftsjahr übernommen, für welches die jährlichen Finanzberichte erstellt werden, im Konto 117 „Ergebnisvortrag”, wovon er für die anderen rechtmäßigen Zwecken verteilt wird.

Die Buchung der Verwendungszwecke für den Überschuss / Buchgewinn erfolgt nur nachdem die Generalversammlung die Verteilung des Überschusses / Gewinns genehmigt, durch Eintragung der Beträge als Rücklagen und für andere Zwecke. Organisationen dürfen nicht ihre Buchungen hinsichtlich der Verteilung des Überschusses / Gewinns berichtigen.

Vereine werden gegründet, organisiert und betrieben aufgrund dem Gesetz Nr. 26/2000 betreffend Vereine und Stiftungen. Diese Verordnung bestimmt keine Pflicht für die Vereine, Rücklagenfonds zu bilden, wie durch das Unternehmensgesetz unter Art. 183 bestimmt wird.

Infolgedessen sind die Vereine, die aufgrund des Regierungserlasses Nr. 26/2000 betreffend Vereine und Stiftungen gegründet worden sind, nicht verpflichtet, gesetzliche Rücklagen zu bilden.

Betreffend die Dividendenausschüttung bestimmt Art. 1 vom Regierungserlass Nr. 26/2000, dass natürliche Personen Stiftungen gründen können, die Leistungen oder Tätigkeiten von Daseinsvorsorge oder Allgemeinwohl erbringen bzw. ausführen können. Wenn die Stiftung ihre Tätigkeit zur Interesse der gründenden natürlichen Person tätig ist, muss die Organisation nicht im eigenen Vermögensinteresse ihrer Gründer Tätigkeiten ausführen. Infolgedessen dürfen Nichtregierungsorganisationen keine Dividenden an ihren Gründer ausschütten, und die Erträge bleiben zur Verfügung der Organisation, damit sie ihre Tätigkeit fortführt.

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