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Programmierer, von Einkommenssteuer befreit – Welche Bedingungen muss man erfüllen?

Im Jahre 2015 enstand eine wichtige Gesetzesänderung wonach laut dem Begriff der Einkommenssteuerbefreiung gem. Art.60 der neuen rumänischen Abgabenordnung, jede natürliche Person, die im Besitz des Abschlussdiploms eines Langzeit-Hochschulstudiums ist, gleichgültig in welchem Studienbereich, als Programmierer anzusehen sei.

Programmierer, von Einkommenssteuer befreit – Welche Bedingungen muss man erfüllen ?

Aus der Gesetzessicht, sind mehrere Bedingungen einzuhalten. So ist eine zusätzliche Analyse der im vorigen Jahr erzielten Einkünfte aus dem Software-Verkauf, laut.Art.1 Buchstabe d) zur Anordnung des Finanzministeriums OMFP Nr.835/2015, wie folgt notwendig:“Art.1 – (1). Die Arbeitnehmer, die von einem Wirtschaftsbeteiligten (Arbeitgeber) beschäftigt werden, die sich ihre Tätigkeiten auf dem Territorium Rumäniens nach der gültigen Gesetzgebung entfalten, derer Tätigkeitsgegenstand die PC-Software-Entwicklung (CAEN Code 5821, 5829, 6201, 6202, 6209) umfasst sowie die Arbeitnehmer, die von rumänischen öffentlich-rechtlichen Rechtspersonen beschäftigt werden, kommen in den Genuss der Einkommenssteuerbefreiung gemäß den Bestimmungen der rumänischen Abgabenordnung, vorausgesetzt dass folgende Bedingungen kumulativ erfüllt werden :

a) Der Arbeitnehmer besetzt eine Stelle, die im Anhang zur Anordnung 835 aufgezählt wird ;

b) Die Stelle gehört zu einer EDV-Abteilung, die als solche im Organigramm des Arbeitgebers ausgewiesen ist, wie zum Beispiel : Rechenzentrum, Direktion, Department, Office, Abteilung, Büro, Kompartiment oder ähnliches;

c) Der Arbeitnehmer ist im Besitz eines Abschlussdiploms eines Langzeit-Hochschulstudiums oder eines Bachelor-Studiums, das von einer anerkannten höheren Bildungseinrichtung ausgestellt wurde, und führt tatsächlich die in der Anlage für die besetzte Stelle spezifizierten Tätigkeiten aus;

d) Der Arbeitgeber hat aus dem Verkauf auf Vertragsbasis der Software-Entwicklung im vorhergehenden Geschäftsjahr einen Jahresumsatz in Höhe von mindestens dem Gegenwert von 10.000 US-Dollar in rumänischen Lei (gerechnet zum Durchschnittswechselkurs der Nationalbank Rumäniens, für jedes Monatseinkommen) für jeden Arbeitnehmer, der in den Genuss der Einkommensteuerbefreiung kommt, erwirtschaftet und diesen in seinen analitischen Bilanzen getrennt ausgewiesen“.

Aus wertmässiger Sicht, kann das Unternehmen in Genuss der Einkommenssteuerbefreiung kommenwenn die im vorherigen Jahr erzielten Einkünfte für jeden Arbeitnehmer, dem eine Steuerbefreiung erteilt wird, niedriger als 10.000 US-Dollar sind und die Einkünfte aus dem vertraglichen Verkauf der betreffenden Software stammen.

Der Begriff “Verkauf” kann als ein Direktverkauf des Eigentumsrechts verstanden werden. Soweit dieser Begriff nicht auf den Eigentumswechsel beschränkt wurde, ist unter Verkauf auch andere Verwertungsdmöglichkeiten, wie zum Beispiel Vermietung an Dritte, zu verstehen.

Gesetzlicher Stand der Verzugszinsen und Verspätungszuschläge

Die Zinsen werden auch in 2016, wie zurzeit, für jeden Verzugstag ermittelt und auferlegt.

Die Höhe des Zinses aber wird ab 2016 zu 0,02% für jeden Verzugstag herabgesetzt, von 0,03% wie zurzeit gültig.

Abseits von den oben genannten Tatsachen werden auch Verzugszinsen vom aktuellen Wert von 0,02% zu 0,01% für jeden Verzugstag herabgesetzt.

Das neue Gesetzbuch der Steuerverfahren umfasst eine Höhe von 1% der Verzugszuschläge pro Monat oder pro Monatsanteil, im Fall der Steuerverbindlichkeiten, die von den lokalen Steuerbehörden verwaltet werden, im Verhältnis zu 2% wie zur Zeit.

Laut dem neuen Gesetzbuch der Steuerverfahren ist die Nichtanmeldungsstrafe eine zusätzliche Steuerverbindlichkeit, die als Geldstrafe wegen der Nichtanmeldung oder Anmeldung von niedrigeren Beträge der Steuer und Sozialabgaben in Steuerbescheiden gemeint ist.

Für die ursprünglichen Steuerverbindlichkeiten, die der betroffene Steuerzahler nicht angemeldet oder nicht richtig angemeldet hat und die von der Steuerprüfungsbehörde durch Steuerbescheide auferlegt hat, muss der Steuerzahler konkret in 2016 eine Nichtanmeldungsstrafe von 0,08% pro Tag zahlen, beginnend mit dem unmittelbar nächsten Tag nach der Fälligkeit bis zum Tag der Tilgung des geschuldeten Betrags.

Laut den Regelungen des neuen Gesetzbuchs der Steuerverfahren dürfen die Steuerbehörde keine Geldstrafen unter 50 RON auferlegen.

Als Gegenleistung darf die Nichtanmeldungsstrafe um 100% erhöht werden, wenn Hauptsteuerverbindlichkeiten infolge von Steuerhinterziehung, wie gefunden von den Steuerprüfungsbehörden, entstanden sind.

Darüber hinaus wird durch das Gesetzbuch der Steuerverfahren bestimmt, dass die Nichtanmeldungsstrafe um 75% herabgesetzt werden kann, auf Antrag des Steuerzahlers, wenn die durch Beschluss bestimmten Hauptsteuerverbindlichkeiten:

  • durch Zahlung oder Verrechnung getilgt werden;
  • bei der Zahlung rechtmäßig gestaffelt werden. In diesem Fall wird die Herabsetzung bei der Beendigung der gestaffelten Zahlung gewährt.

 Die Anwendung der Nichtanmeldungsstrafe beseitigt nicht die Zahlungsverbindlichkeit der Verzugszinsen und Verspätungszuschläge.

Keine Nichtanmeldungsstrafe ist dann gültig, wenn die vom Steuerzahler nicht angemeldeten Hauptsteuerverbindlichkeiten, die die Steuerbehörde durch Steuerbescheide bestimmen, aus der Anwendung von Vorschriften der Steuergesetze durch den betroffenen Steuerzahler sich ergibt, wie einbezogen in Regelungen, Anweisungen, Rundschreiben oder angegebenen Standpunkten.

Das Gesetz Nr. 207/2015, durch welches das neue Gesetzbuch der Steuerverfahren bewilligt worden ist, ist im Amtsblatt Nr. 547 vom 23. Juli 2015 veröffentlicht worden und wird ab dem 1. Januar 2016 rechtskräftig.

Verzugszinsen und -Strafen

Verzugszinsen und –Strafen, anwendbar ab 2016

Die Verjährungsfrist dauert grundsätzlich 5 Jahren. Atypisch ist jedoch das Datum, wenn solche Verjährungsfrist beginnt, bzw. am 1. Juli des Folgejahres nach der Entstehung der Steuerverbindlichkeiten.

Für die Steuer entsprechend dem Monat Januar 2016, die am 25. Februar 2016 fällig sind, beginnt die tatsächliche Verjährungsfrist am 1. Juli 2017 und endet am 30. Juni 2022.

Für die Steuer und Gebühren, die wegen einer Verletzung der Strafgesetze nicht gezahlt worden sind, dauert die Verjährungsfrist 10 Jahren ab der Straftat.

Wenn Steuerschulden nicht fristgemäß gezahlt werden, sind dann 3 Typen von Zinsen und Strafen (gem. Art. 174-181 vom Gesetz Nr. 207/2015 – Gesetzbuch der Steuerverfahren) zahlbar, bzw.:

  • Verzugszinsen von 0,02% für jeden Verzugstag, bzw. 7,3%/Jahr.
  • Verzugsstrafen von 0,01% für jeden Verzugstag, bzw. 3,65%/Jahr.
  • Geldstrafen für Anmeldungsunterlassung, entsprechend der Schulden, die anlässlich der Steuerprüfung bestimmt worden sind, aber einschließlich für die Berichtigung einer Fehler auf eigener Initiative: solche Verzugsstrafen sind in Höhe von 0,08% für jeden Verzugstag, bzw. 29,2% / Jahr.

Wenn ein Fehler in einer Anmeldung vorkommt, da einer der angemeldeten Beträge niedriger als tatsächlich sind, dann beträgt die Geldstrafe für Anmeldungsunterlassung fast 30%, abgesehen von den anderen zwei Strafen (Verzugszinsen und -Strafen). Wir können die Steuerbehörde selbstverständlich als großzügig betrachten, da sie keine Geldstrafe wegen Ergänzungssteuererklärungen mehr auferlegt.

Die Geldstrafen werden um 75% herabgesetzt, wenn Sie die zusätzliche Steuer, die durch den Steuerbescheid am Ende der Steuerprüfung bestimmt worden sind, entrichten.

Die Steuerbehörde bestimmt die Höhe der Steuerverbindlichkeiten. Sie selbst können sie als solche annehmen und Sie haben dann den Vorteil einer Herabsetzung von 75% von der Geldstrafe für Anmeldungsunterlassung. Wenn Sie das Ergebnis der Steuerprüfung anfechten, dann ziehen Sie kein Nutzen von solchem Vorteil mehr.

Im Allgemeinen werden Verzugszinsen und –Strafen wegen Anmeldungsunterlassung im Ausmaß von 40,15% im Jahr 2016 sein. Solche Prozentzahl ist leider nicht nur für diversen offenen Steuerschulden anwendbar, aber auch an jenen, die durch Buchhaltungsfehler hervorruft worden sind.

Im Jahr 2015 bestehen Verzugszinsen und –Strafen aus folgenden:

  • Zinsen: 0,03% / Tag bedeutend 10,95% / Jahr.
  • Verzugsstrafen in Höhe von 0,02% / Tag bestehend aus 7,3% / Jahr.

Prozentualer Total 2015: 18,25 % / Jahr.

Jährliche Erhöhung für 2016, im Vergleich zum 2015: 40,15 / 18,25 = 2,2 -> 220 % .

Prüfung der Finanzberichte

Eine neue Finanzministeriumsverordnung ist am 1. Januar 2015 unter der Nummer 1802/2014 in Kraft getreten, im Sinne der Bewilligung der Buchhaltungsregelungen im Einklang mit der Richtlinie Nr. 34/2013. Die Neuigkeiten sind durch zwei unterschiedlichen Ansätzen hervorruft: die erste ist eine Umklassifizierung der Unternehmen und Betriebe in den folgenden Kategorien: Kleinstbetriebe, Kleinbetriebe, Mittel- und Großunternehmen und abhängig von solcher Klassifizierung muss jeder Betrieb verkürzten oder erweiterten Jahresabschlüsse erstellen. Zweitens geht es um eine Umsetzung mehrerer internationalen Rechnungslegungsvorschriften im Rahmen des Nationalrechtes, außer jenen, die schon inländisch übernommen worden sind.

Kleinstbetriebe sind jene Betriebe, die am Bilanzstichtag die Grenzwerte von mindestens zwei von den drei folgenden Kriterien nicht überschreiten:
a) Gesamtaktiva: 350 000 EUR;
b) Nettoumsatz: 700 000 EUR;
c) durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Verlauf des Geschäftsjahres: 10.

Kleinbetriebe sind jene Betriebe, die am Bilanzstichtag nicht in der Kategorie der Kleinstbetriebe eingegliedert sind und die Grenzwerte von mindestens zwei der folgenden drei Kriterien nicht überschreiten:
a) Gesamtaktiva: 4.000.000 EUR;
b) Nettoumsatz: 8.000.000 EUR;
c) durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Verlauf des Geschäftsjahres: 50.

Mittel- und Großunternehmen sind jene Unternehmen, die am Bilanzstichtag die Grenzen von mindestens zwei der folgenden drei Kriterien überschreiten:
a) Gesamtaktiva: 4.000.000 EUR;
b) Nettoumsatz: 8.000.000 EUR;
c) durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Verlauf des Geschäftsjahres: 50.

Solche Klassifizierungskriterien werden im Sinne der Bestimmung des Jahresabschlussformats und der Anzahl der Bestandteile aus solchen Finanzberichten berücksichtigt.

Prüfung der Finanzberichte beginnend mit dem Geschäftsjahr 2015

Jene Unternehmen und Betriebe, die am Bilanzstichtag die Grenzwerte von mindestens zwei der folgenden drei Kriterien überschreiten:
a) Gesamtaktiva: 3.650.000 EUR;
b) Nettoumsatz: 7.300.000 EUR;
c) durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Verlauf des Geschäftsjahres: 50,

müssen geprüft werden.

Solche Unternehmen müssen sich einer Wirtschaftsprüfung sich unterziehen, wenn sie solche Grenzwerte während zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren überschreiten. Solche Unternehmen sind hingegen von ihrer Pflicht befreit, ihre Jahresabschlüsse zu prüfen, wenn sie die Grenzwerte von zwei der drei oben genannten Kriterien während zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren nicht überschreiten.

Änderung des Steuergesetzbuchs

Unter den Neuigkeiten des Regierungseilerlasses bemerken wir eine Herabsetzung der Dividendensteuer zu 5% ab 2016 und nicht beginnend mit 2017, wie ursprünglich geplant; eine Verminderung der Umsatzsteuer für Wasserversorgung, von 24% zu 9%, die Eingliederung der Privatanstalten vom präuniversitären Schulungssystem in der Kategorie der rumänischen juristischen Personen, die nicht körperschaftsteuerpflichtig sind.

Die Dividendensteuer wird durch Anwendung eines Steuersatzes von 5% vom Bruttodividenden, die den rumänischen Unternehmen gezahlt werden, ermittelt. Die Dividendensteuer muss man einschließlich bis zum 25. des Folgemonats nach der Dividendenzahlung anmelden und zur Staatskasse entrichten.

Eine andere wichtige Maßnahme, die im Projekt angegeben worden ist, betrifft die Verminderung des Umsatzsteuersatzes für Wasserversorgung, nämlich zu 9% für alle Typen von Dienstleistungen.

Der Regierungseilerlass schreibt vor auch, dass ab 2016 nicht nur Privatuniversitäten von der Zahlung der Gewinnsteuer befreit werden, sondern dass auch private Kindergärten, Schulen und Gymnasien von solcher Maßnahme nutzen ziehen können.

Betreffend Einkommensteuer schlägt das im Rahmen der Regierungssitzung bewilligte Dokument vor, dass die monatliche Steuer für Einkommen aus Löhnen und Gehälter, die ein Arbeitnehmer außerhalb seiner Hauptstelle bezieht, durch Anwendung eines Steuersatzes von 16% vom Berechnungsbasis ermittelt werden sollte, wobei solche Berechnungsbasis als Differenz zwischen Bruttoeinkommen und den monatlichen pflichtige Sozialabgaben, geschuldet gemäß dem rumänischen Recht oder im Einklang mit den internationalen juristischen Vereinbarungen, zu den Rumänien beteiligt ist, sowie ggf. den rechtmäßigen individuellen Beitrag für jeden Ort der Erhalt dieser kalkuliert werden sollte.

Die Änderungen vom Steuergesetzbuch betreffend das Anliegen der pflichtigen Sozialversicherungen, die im Inhalt des vom Finanzministerium ausgegebenen Dokumentes angegeben worden sind, bestimmen eine Ausnahme von der Zahlung der Krankenversicherungen der natürlichen Personen, die eine Kranken- und Mutterschutzversicherung in einem Staat abgeschlossen haben, mit dem Rumänien eine bilaterale Sozialversicherungsvereinbarung mit Vorschriften betreffend Kranken- und Mutterschutzversicherungen anwendet.

Vom Standpunkt der lokalen Steuer und Gebühren bestimmt das Rechtsdokument wie folgt:

  • Im Fall der Eintragung oder Zulassung eines Transportmittels im Verlauf des Jahres, ist sein Eigentümer verpflichtet, eine Anmeldung bei der lokalen Steuerbehörde, die für die Zone zuständig ist, wo der Eigentümer sein Wohnsitz, Stammsitz oder ggf. Betriebsstätte hat, eine diesbezügliche Anmeldung binnen 30 Tagen ab dem Tag des Transportmittelserwerbs vorzulegen;
  • Folgende müssen angemeldet werden: die Vorlagefristen ab dem 29. Februar bis zum 31. März, von Formularen betreffend die Gebäude im Besitz der natürlichen oder juristischen Personen, die für gewerbliche oder gemischten Zwecken verwendet werden, wobei folgende müssen vorgelegt werden: die Belege vom Jahr 2015, betreffend Befreiungen oder Herabsetzungen von der Zahlung der Gebäudesteuer, der Grundstückssteuer und der Kfz-Steuer im Fall der natürlichen oder juristischen Personen, die rechtmäßig berechtigt sind, solche Nutzen von solchen Vergünstigungen zu ziehen;

Ab 2016 wird die Obergrenze, bis zu der eine juristische Person als Mikrounternehmen sich eintragen darf, bis zur Höhe von 100.000 EUR erhöht, und das Steuersatzsystem, das im Fall der Mikrounternehmen eingesetzt wird, wird abhängig von der Anzahl der Arbeitnehmer differenziert.

Infolgedessen, wenn ein Mikrounternehmen im Verlauf eines Jahres Erträge höher als 100.000 Euro bezieht oder das Ausmaß der Erträge aus Beratung und Management vom Gesamtertrag höher oder gleich 20% ist, muss es dann eine Körperschaftsteuer von 16% entrichten. Die Berechnung und Zahlung der Körperschaftsteuer erfolgt beginnend mit dem Quartal, als jedwede von den oben genannten Grenzen überschritten worden ist.

Laut dem aktuellen Steuergesetzbuch (bewilligt durch das Gesetz 571/2003, in Neufassung), gültig bis zum 31. Dezember 2015, darf ein Mikrounternehmen Erträge von meistens 65.000 EUR (Gegenwert in RON) beziehen.

Infolgedessen wird ab 2016 laut der Verordnungsvorlage ein System von unterschiedlichen Steuersätzen für Mikrounternehmen bestimmt, abhängig von der Anzahl der Mitarbeiter.

Genauer gesagt, werden Mikrounternehmen zwischen 1% und 3% steuerpflichtig sein, abhängig von der Existenz der Arbeitnehmer und ihrer Annzahl, wie folgt:

  • Steuersatz von 1% für Mikrounternehmen, die mindestens zwei Arbeitnehmer haben;
  • Steuersatz von 2% für Mikrounternehmen mit einem einzigen Arbeitnehmer;
  • Steuersatz von 3% für Mikrounternehmen, die kein Arbeitnehmer haben werden.

Wenn die Anzahl der Mitarbeiter im Verlauf eines Steuerjahres variiert, werden die oben genannten Steuersätze dementsprechend angewandt werden, beginnend mit dem Quartal, als die Änderung erfolgt hat. Für Mikrounternehmen, die ein, bzw. zwei Mitarbeiter haben, deren Arbeitsverhältnis eingestellt worden ist, gilt die Bedingung betreffend die Anzahl der Mitarbeiter dann als erfüllt, wenn neue Mitarbeiter im Verlauf desselben Quartals eingestellt werden.

Darüber hinaus, wenn ein Mikrounternehmen ursprünglich keine Mitarbeiter oder meistens zwei Arbeitnehmer hat und ihre Anzahl ändert, damit den früher genannten Steuersatz aufrechterhalten / geändert wird, müssen die neue Arbeitnehmer durch individuellen Arbeitsverträgen, unbefristet oder für bestimmten Dauer von mindestens 12 Monaten eingestellt werden.

Laut den aktuellen Regelungen müssen Mikrounternehmen eine Steuer von 3% entrichten, unabhängig von der Anzahl ihrer Mitarbeiter.

Buchhaltungsmonographie betreffend die Verteilung des Überschusses/Gewinns einer Nichtregierungsorganisation

Der Verein “Rettet die Wälder” ist eine Nichtregierungsorganisation, gegründet im Einklang mit dem Regierungserlass Nr. 26/2000 betreffend Vereine und Stiftungen. Damit sie Erträge erzielen kann, beschäftigt sich der Verein mit dem Verkauf von Werbematerialien. Die Erträge aus dieser Tätigkeit sind geschäftlichen Erträgen, die Gewinnsteuerpflichtig sind. Im Jahr 2014 hat der Verein einen Überschuss in Höhe von 1.000 RON erzielt.

Ist der Verein verpflichtet, gesetzliche Rücklagen zu bilden? Darf die Organisation Dividenden ausschütten?

Der gesetzliche Rahmen von Regelungen, die für die Buchführung einer Nichtregierungsorganisation gelten, ist durch die Verordnung des Ministers der Öffentlichen Finanzen Nr. 1969/2007 bestimmt. Laut dem Punkt 183 aus dieser Verordnung müssen gesetzliche Rücklagen jährlich aus dem Überschuss / Gewinn der Organisation gebildet werden, unter den Höhen und Grenzen, die gesetzlich bestimmt sind.

Vom Standpunkt der buchhalterischen Eintragungen, müssen Rücklagenbeträge, die aus dem Überschuss / Gewinn des laufenden Geschäftsjahres gebildet worden sind, laut dem Punkt 191, Absatz (4) aus der Verordnung, durch den Buchhaltungsartikel gebucht:

129 ”Gewinnverteilung” = 106 “Rücklagen”

Der Überschuss / Buchgewinn, der nach der Verteilung übrig geblieben ist, wird im Nachhinein für das Geschäftsjahr übernommen, für welches die jährlichen Finanzberichte erstellt werden, im Konto 117 „Ergebnisvortrag”, wovon er für die anderen rechtmäßigen Zwecken verteilt wird.

Die Buchung der Verwendungszwecke für den Überschuss / Buchgewinn erfolgt nur nachdem die Generalversammlung die Verteilung des Überschusses / Gewinns genehmigt, durch Eintragung der Beträge als Rücklagen und für andere Zwecke. Organisationen dürfen nicht ihre Buchungen hinsichtlich der Verteilung des Überschusses / Gewinns berichtigen.

Vereine werden gegründet, organisiert und betrieben aufgrund dem Gesetz Nr. 26/2000 betreffend Vereine und Stiftungen. Diese Verordnung bestimmt keine Pflicht für die Vereine, Rücklagenfonds zu bilden, wie durch das Unternehmensgesetz unter Art. 183 bestimmt wird.

Infolgedessen sind die Vereine, die aufgrund des Regierungserlasses Nr. 26/2000 betreffend Vereine und Stiftungen gegründet worden sind, nicht verpflichtet, gesetzliche Rücklagen zu bilden.

Betreffend die Dividendenausschüttung bestimmt Art. 1 vom Regierungserlass Nr. 26/2000, dass natürliche Personen Stiftungen gründen können, die Leistungen oder Tätigkeiten von Daseinsvorsorge oder Allgemeinwohl erbringen bzw. ausführen können. Wenn die Stiftung ihre Tätigkeit zur Interesse der gründenden natürlichen Person tätig ist, muss die Organisation nicht im eigenen Vermögensinteresse ihrer Gründer Tätigkeiten ausführen. Infolgedessen dürfen Nichtregierungsorganisationen keine Dividenden an ihren Gründer ausschütten, und die Erträge bleiben zur Verfügung der Organisation, damit sie ihre Tätigkeit fortführt.

Buchhalterische Monographie betreffend Böresentransaktionen

Kurzfristige Finanzanlagen

werden in den Konten der Gruppe 508 “Kurzfristige Finanzanlagen” gebucht.

Die kurzfristige Finanzanlagen umfassen:
– Aktien bei verbundenen Unternehmen und
– sonstige kurzfristige Anlagen, die ausgegebene und zurückgekaufte Schuldverschreibungen, erworbene Schuldverschreibungen und sonstige Wertpapiere, die zum Zweck der Gewinnerzielung binnen kurzer Zeit angekauft worden sind.

Bewertung der kurzfristigen Finanzanlagen 
Ursprüngliche Bewertung. Am Zugang zum Unternehmensumlauf werden kurzfristigen Finanzanlagen zu Anschaffungskosten bewertet, wobei darunter der Erwerbspreis oder der vertragsmäßige Preis zu verstehen ist.

Im Fall der Wertpapieren des Umlaufvermögens, die auf einem geregelten Markt notiert werden, umfassen die Anschaffungskosten keine Transaktionskosten, die unmittelbar ihrer Anschaffung zurechenbar sind. Solche Kosten müssen in den entsprechenden Aufwandskonten gebucht werden.

Bewertung am Bilanzstichtag. Wertpapiere des Umlaufvermögens (Aktien und sonstige Finanzanlagen), die auf einem geregelten Markt börsennotiert werden, werden zu den Notierungswerten vom letzten Transaktionstag bewertet, und jene, die nicht abgewickelt worden sind, werden zu den Anschaffungskosten bewertet, abzüglich der etwaigen Wertverlustberichtigungen.

Die etwaigen Plus- oder Minusdifferenzen aus der Bewertung dieser werden als Finanzerträge oder –Aufwendungen, im Konto 768 oder ggf. 668 gebucht.

Bewertung am Ausgang. Beim Abfluss der kurzfristigen Finanzanlagen sind die Vorschriften des Punktes 131 aus den Buchhaltungsregelungen im Einklang mit den Vorschriften der 4. Richtlinie der Europäischen Wirtschaftlichen Gemeinschaften anwendbar, bewilligt durch die Verordnung des Ministers der Öffentlichen Finanzen Nr. 1802/2014, bzw. eine der folgenden Methoden werden dabei verwendet:
– FIFO-Methode: zuerst herein, zuerst heraus;
– LIFO-Methode: zuletzt herein, zuerst hinaus;
– GD-Methode: gewichtete Durchschnittsmethode.

Gebuchte Geschäfte 
Wertpapiere werden durch Vermittlung eines Börsenmaklers erworben.
Der Kunde stellt zur Verfügung des Maklers einen vereinbarten Betrag, den der Letztere im Einklang mit den Anweisungen seines Kunden oder auf seine eigene Initiative investieren wird.

Periodisch übermittelt die Investitionsfirma dem Investor einen Kontoauszug, wo die investierten Beträge, sowie die Wertpapiere, wo die Investitionen gemacht worden sind, die ausgeführten Verkauf- und Ankaufsgeschäfte und die Provision der Investitionsgesellschaft erwähnt werden.

1. Erteilung des Auftrags an einem Vermittler im Sinne der Anschaffung von Wertpapieren und tatsächlichen Erwerb von Wertpapieren:
508 “Sonstige Wertpapiere” = 5092 “Verbindlichkeiten für sonstigen kurzfristigen Wertpapiergeschäften”

2. Einzahlung der Beträge im Konto des Maklers:
5092 “Verbindlichk. für sonstigen kurzfristigen Wertpapiergeschäften“ = 5121 “Bankguthaben in RON”3. Aktienverkauf, nachdem Gewinn ergibt
461  “Sonstige Debitoren”   =   %

508     “Sonstige Wertpapiere”
7642    “Erträge aus veräußerten kurzfristigen Investitionen“

3. Aktienverkauf, nachdem Verlust ergibt
%   =  5081 “Sonstige Wertpapiere”
461″Sonstige Debitoren”
6642 “Aufwendungen für veräußerten kurzfristigen Investitionen“

Der Ausgangswert der Wertpapieren wird durch eine der folgende Methoden: FIFO, LIFO oder GD-Methode ermittelt, ähnlich der Ausgänge von Vorräten.

4. Abrechnung der Makler-Provisionen:

622 “Provisionen und Honorare” = 461 “Sonstige Debitoren ”

5. Die Einnahme der Beträge aus dem Konto des Maklers, die als Nettoverkaufsgewinn gelten (eingenommene Beträge – abgerechneten Provisionen) oder beim Kontenausgleich:

5121 “Bankguthaben in RON” = 461″Sonstige Debitoren”

6. Die Bewertung der Wertpapiere zum Bilanzstichtag erfolgt zum Wechselkurs des letzten Transaktionstags.
– Buchung der Plusdifferenz aus der Bewertung (der Transaktionswert des Aktienbestandes ist höher als den Inventarwert, der durch eine der Methoden FIFO, LIFO und GD-Methode bestimmt wird).

668 “Sonstiger Finanzaufwand” =  508 “Sonstige Wertpapiere”
– Buchung der Minusdifferenz aus der Bewertung (der Transaktionswert des Aktienbestandes ist höher als den Inventarwert, der durch eine der Methoden FIFO, LIFO und GD-Methode bestimmt wird).

508 “Sonstige Wertpapiere” = 768 “Sonstige Finanzerträge”

Steuerbehandlung

Bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Gewinns werden die Vorschriften des Gesetzes Nr. 571/2003 (Steuergesetzbuch), samt den nachträglichen Änderungen und Vervollständigungen berücksichtigt.

Im Art. 21 wird vorgeschrieben, dass für die Ermittlung des steuerpflichtigen Gewinns als abzugsfähige Aufwendungen nur jene Kosten gelten, die im Sinne der Erwirtschaftung von steuerpflichtigen Erträge gezahlt worden sind, einschließlich der Kosten, die durch geltenden Regelungen geregelt werden.

Die Erträge, die aus der Veräußerung der Wertpapiere sich ergeben, sowie jene aus den Plusdifferenzen nach der Bewertung gelten als steuerpflichtige Erträge.

Die Aufwendungen aus der Veräußerung der Wertpapiere, sowie jene aus den Minusdifferenzen nach der Bewertung gelten als abzugsfähige Aufwendungen.

Buchhalterische Monographie betreffend Erträge und Einkommen aus der Nutzung von Spielautomaten

Die Gesellschaft Y ist eine rumänische juristische Person, gegründet im Einklang mit dem Gesellschaftsgesetz Nr. 31/1990 betreffend Unternehmen, die ihre Bücher gemäß dem Eilerlass des Ministeriums der Öffentlichen Finanzen Nr. 1802/2014 führen. Die Gesellschaft besitzt eine Glücksspiellizenz, die gemäß dem Regierungseilerlass Nr. 77/2009 betreffend Glücksspiele ausgestellt worden ist, für die Bedienung eines Spielautomaten. Damit die Kunden im Spielsaal eintreten können, müssen sie einen Betrag von 10 RON zahlen, wobei dieser Betrag den Gegenwert einer Eintrittskarte darstellt. Die Ausstellung der Karten und die Einzahlungen von natürlichen Personen gelten als steuerpflichtige Erträge der Gesellschaft, wobei die Zahlungen an natürlichen Personen als Aufwand gelten und die Einkommen der natürlichen Personen (Kunden) steuerpflichtig sind.

Die Gewinne der Spieler sind bis zu einer Höhe von 600 RON / Tag steuerfrei.

Beträge, die von natürlichen Personen an Unternehmen gezahlt werden, die Spielautomaten bedienen, müssen wie folgt gebucht werden:

5311 ”Kassenbestand in RON”= 704 “Erlöse aus Dienstleistungen”

Für das Unternehmen sind Glücksspiele in einem Besteuerungsprozentsatz von 25% einkommensteuerpflichtig, gemäß dem Art. 75-77 vom Steuergesetzbuch.

Die Aufwendungen entsprechend der Gewinne der Spieler werden wie folgt gebucht:

6588 ”Sonstige Betriebskosten” = 462 “Sonstige Gläubiger”

Die buchhalterische Eintragung für den Abzug der Steuer wird wie folgt sein:

462 “Sonstige Gläubiger” = 446 “Sonstige Steuer und Gebühren”

Zahlungen an Spieler nach Steuerabzug werden wie folgt gebucht:

462”Sonstige Gläubiger” = 5311 ”Kassenbestand in RON”

Die Zahlung der Steuer wird wie folgt gebucht:

446 “Sonstige Steuer, Gebühren und Zölle und ähnliche Beträge” = 5311 “Kassenbestand in RON”

Die Formulare betreffend die Buchung der Ein- und Auszahlungen für solche Typen von Glücksspielen sind in den Anhängen 8a und 8b aus der Regierungsverordnung Nr. 870/2009 zur Genehmigung der Anwendungsregelungen Nr. 77/2009 betreffend Glücksspiele vorgesehen. Das meist verwendeten Formular ist der „Bericht über täglichen Einzahlungen aus dem Betrieb der Spielautomatensystemen“

Buchhalterische Monographie betreffend die Novation eines nicht zurückgezahlten Bankkredites

Die Gesellschaft Y ist eine rumänische juristische Person, gegründet im Einklang mit dem Gesellschaftsgesetz Nr. 31/1990, die körperschaftsteuerpflichtig ist. Diese Gesellschaft hat im Jahr 2012 einen Bankkredit von 200.000 RON für eine Dauer von 5 Jahren übernommen. Wegen finanziellen Schwierigkeiten konnte die Gesellschaft ihre Kreditraten nicht zahlen. Am 30. Juli 2015 hat die Bank den Darlehensvertrag an ein rumänisches Forderungsinkassogesellschaft abgetreten, gegen den Betrag von 150.000 RON, wobei einen Novationsvertrag zu diesem Sinn abgeschlossen worden ist.

Laut der Verordnung 1802/2014, werden langfristige Bankkredite mit Hilfe des Kontos 162 “Lang- und mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten” von Unternehmen gebucht.

In der Habenseite des Kontos 162 “Lang- und mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten” muss Folgendes registriert werden:

– Höhe der erhaltenen langfristigen Kredite (Konto 512)

– Minuswechselkursdifferenzen aus einer Umbewertung der Kredite in Fremdwährung am Monatsende, bzw. am Abschluss des Geschäftsjahres (Konto 665)

In der Sollseite des Kontos 162 „Lang- und mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten” muss Folgendes gebucht werden:

– Höhe der zurückgezahlten langfristigen Kredite (Konto 512)

– Pluswechselkursdifferenzen aus einer Umbewertung der Kredite in Fremdwährung am Monatsende, bzw. am Abschluss des Geschäftsjahres, sowie bei ihrer Rückzahlung (Konto 765)

In den Büchern der Gesellschaft wird solches Darlehen im Saldo des Kontos 1622 “Überfällige mittel- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten” widerspiegelt.

Durch Abtretung wird nur die juristische Person geändert, die berechtigt ist, die Rückzahlung anzufordern, was bedeutet, dass keine Buchung angefordert wird.

Die Verwendung eines Unterkontos ist für die folgenden Buchhaltungsartikel empfehlenswert:

581 “Interne Verrechnungskonten” = 1622 “Überfällige mittel- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten” Bank 200.000 RON

581 “Interne Verrechnungskonten” = 1622 “ Überfällige mittel- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten” Z SRL 200.000 RON

Erhalt der Steueramnestie

Das Gesetz der Steueramnestie, das am 23. Juli in Kraft gesetzt worden ist, regelt die Befreiung von der Zahlung der Steuerverbindlichkeiten für mehrere Kategorien von Steuerzahlern.

Darüber hinaus bestimmt das Gesetz wie folgt:

  • Umklassifizierung der Tätigkeit aus der Kategorie der selbstständigen Tätigkeiten, die von Einzelunternehmer erbracht werden oder die aufgrund von zivilrechtlichen Verträgen bzw. Urheberrechte gezahlt werden, durch Umklassifizierung solcher Beträge als unselbstständige Erträge der Art der Löhne und Gehälter, für den Zeitraum vor dem 1. Juli 2015;
  • Aufhebung des Krankenversicherungsbeitrags für jene Personen, die niedrigere Erträge als das gesetzlich geregelte Mindestbruttogehalt erhalten haben, wenn die Besteuerungsgrundlage bis zur Höhe des gesetzlich geregelten Mindestbruttogehalts erhöht worden ist, für das Zeitintervall 1. Januar 2012 – 30. Juni 2012;
  • Umklassifizierung der Spesen für Geschäftsreisen und Entsendungen im Ausland sowie der Tagesspesen vom Ausland, Erträge der Art der Löhne und Gehälter, wenn für solche Spesen alle Steuer abgerechnet worden sind, die für entgeltlichen Löhnen und Gehälter vor das Zeitintervall vor dem 1. Juli 2015 anwendbar waren;
  • Aufhebung der Umsatzsteuerdifferenz für jene Personen, die Erträge aus Urheberrechten erhalten haben, wenn solche Personen die Umsatzsteuerbefreiungsgrenze für den Zeitraum vor dem 1. Juli 2015 überschritten haben, aber sie für Umsatzsteuerzwecke wegen verschiedenen Gründen sich nicht eingetragen haben.

Damit das Gesetz angewandt werden kann sind vier Prozeduren angenommen worden, die die Eingliederung eines Steuerzahlers in einen oder mehreren Fällen gemäß dem Gesetz Nr. 209/2015 berücksichtigen können.

Praktisch sollten Steuerverbindlichkeiten, die dem Amnestiegesetz unterliegen, im Rahmen der Steuerprüfungsbehörde oder der Behörde identifiziert werden, wo jene administrativen und steuerlichen Dokumente ausgestellt werden, die aufzuhebenden Steuerverbindlichkeiten umfassen.

Wenn durch Steuerprüfungsberichte oder Steuerbescheide auch weitere Steuer und Abgaben bestimmt werden, die nicht als Gegenstand der Amnestie gelten, werden nur jene Verbindlichkeiten herausgenommen, die der Aufhebung unterliegen.

Darüber hinaus müssen Personen mit spezifischen Befugnissen auch eine Liste der aufhebungspflichtigen Verbindlichkeiten erstellen, die dementsprechend unterzeichnet und genehmigt werden muss und nachträglich an die für den jeweiligen Steuerpflichtigen zuständige Abteilung mitgeteilt werden muss. Diese Liste muss die annullierten Verbindlichkeiten, als auch jene, die dem Steuerzahler noch nicht mitgeteilt worden sind, gesondert verzeichnet haben.

Die Prozedur der Identifizierung der natürlichen Personen, für welche den Krankenversicherungsbeitrag annulliert worden ist, ist zweiteilig: ein Teil betrifft alle Steuerpflichtigen, die Erträge niedriger als das gesetzliche Mindestbruttogehalt erhalten haben, für die die Steuerpflicht aufgehoben wird, und ein Teil betrifft Steuerpflichtigen, für welche die Krankenversicherungsbeitrag durch das Gesetz 225/2015 aufgehoben worden ist.

Nach der Erfüllung dieser Prozeduren muss eine endgültige Liste erstellt werden und jener Abteilung übermittelt werden, die für die Prüfung und Verwaltung der Daten der Steuerpflichtigen zuständig ist. Personen, die von Steueramnestie Nutzen ziehen, werden einen Beschluss bezüglich der Aufhebung der Steuerverbindlichkeiten erhalten.

Wenn auch natürliche Personen geben, die von den Vorschriften der genannten Gesetzen Nutzen ziehen und für welche keine Prozedur von Amts wegen erfüllt worden ist, sind sie berechtigt, die Anwendung der Zahlungsbefreiung für Krankenversicherung zu verlangen.

Betreffend die Prozedur der Erstellung von Aufhebungsbeschlüssen wird die Regelung im Format des „Beschlusses zur Aufhebung der Steuerverbindlichkeiten, bzw. betriebsinterne Prozeduren zur Kommunikation, Archivierung, Nutzung und Aufbewahrung der Dokumenten zur tatsächlichen Erfüllung der Steueramnestie“ unterbreitet.